Um nach den notwendigen Praxisjahren den Titel „Architekt“ führen zu können, im Büro Rathfelder (Appartementhouse Mörfelden), Büro Pölzig (Erweiterung Sennestadt, eigeladener Wettbewerb), Büro Kleihues (Zentralwerkstatt BVG) ergab sich, nach dem Besuch der Salzburger Sommerakademie, die Möglichkeit das eigene Büro einzurichten, zunächst in Kreuzberg, Oranienstrasse 43, 1.Og, Ofenheizung und die ganze Etage.

Ich schrubbte Wettbewerbe wie Kiel Hörn, Bonn Bundespostministerium, Paris, Contreprojets pour les halles, Donauinselwettbewerb Wien, {erste Zusammenarbeit mit Prof Polonyi} um die wichtigsten zu nennen. Erste künstlerische Arbeiten entstanden angeregt durch G. Nothelfer’s „informell“, Tischgenosse bei „Fidele“.


Mit dem Erbe des Schwiegervaters war die Errichtung des eigenen Heims möglich: Schlangenbaderstraße 72, 14197 Berlin.

Der Traum des Architekten: schier unbegrenzt Mittel, was uns zunächst erheblich ins Schwitzen gebracht hat /nach all dem Sozialen Wohnungsbau der seiner Zeit 98 % des Wohnungsbaus in Berlin ausgemacht hat. Nach einem eher expressionistischen Vorentwurf wurde es dann das Mehrfamilienhaus wie es heute steht, natürlich mit „Gartner“ Fassade (beheizte Fensterrahmen) und, wo möglich, in Dimensator-Maßen (siehe Proportionen).

Mit der Erfahrung als Architekt und Bauherr und den Investitionsrückflüssen für das Objekt Schlangenbader Straße schien es naheliegend, mit der Bau GmbH das eigene Projekt zu verwirklichen. Die Kapretz Bau GmbH wurde gegründet und sogleich ein passendes Grundstück gefunden: Rigaerstrasse/Voigtstrasse in Berlin Friedrichshain.Verkäufer: die Treuhand, die damals Grundstücke im Osten an Investoren vermittelte.


Von Anfang an stand die Qualitätsverbesserung des geförderten, Sozialwohnungsbaues als Leitidee über dem Projekt: das Häuserhaus-Prinzip. Mittelgangerschliessung in jedem dritten Geschoss, Durchwohnen in den zwei dazwischenliegenden Geschossen. Das Eckgrundstück Rigaer- Ecke Voigtstrasse war dafür ideal geeignet denn ich konnte zeigen wie dieses Häuserhausprinzip sowohl Ost-West, wie auch Nord-Süd funktioniert.


Um es kurz zu machen: Die Treuhand verlangte ein ums andere Mal weitere Leistungen; angefangen von der Baugenehmigung, dem Förderungsbescheid der IBB, der Baustatik, der Lückenschliessung der Nachbarbrandwände bis zur Baugrubensicherung (Berme zum Nordnachbar), der Kostenschätzung der Baufirma, schliesslich einen Teil verkaufter Wohnung.


In dieser Vorbereitung, Aufbereitung der Verkaufsunterlagen der einzelnen Wohnungen kam aus heiteren Himmel, ohne irgendeiner Begründung, für die im Nachgang auch niemand erreichbar war, das AUS. Es konnte/wollte mir niemand erklären warum das genehmigte Projekt ad acta gelegt wurde. Der skandalöse Vorgang wartet bis heute auf seine Aufklärung. Zu vermuten bleibt, dass dieser Qualitätssprung im Wohnungsbau zu gravierende Auswirkung gehabt hätte. Die Kapretz Bau GmbH schiebt seitdem den gewaltigen Verlustvortrag vor sich her und wurde damit arbeitsunfähig.

Der Architekt hat im Anschluss Teile des Stausberger Platzes (SW Ecke) saniert, eine Laube ausgebaut und das Renaissance Haus in SA denkmalpflegerisch renoviert.


Der potentiell vorhandene Gestaltungswille fand dann zusammen mit Prof Polonyi  (Kapretz&Polonyi Ass.) in der Entwicklung der Livingbridge Projekte (siehe dort) seinen Weg.

livingbridge- Projekte, nicht utopisch, wie wir meinen. (www.livingbridge.eu)

Abschließend sei bemerkt, dass mit Abschluss der Handwerksehre (Maschinenschlosser) das „messen“ stets im Zentrum meiner Arbeit  steht. Vorbild ist dafür natürlich  Le Corbusier dessen Modulor mich zur Erarbeitung des „Dimensator“ angeregt hat. Er ist exakt in ganzen Zahlen und vermeidet dadurch die Auf- Abrundungssentenzen des „modulor“ (siehe www.kapretz/ratio).



am 03.05.2022/Kapretz

kapretz sebastian



                                                                 

Auf den hier gezeigten Seiten finden Sie Informationen und Darstellungen zu meinen Leistungen als Architekt, Maler und Designer. Darüber hinaus präsentiere ich Ihnen Projekte und die Maßtheorie des »Dimensators« sowie Fragmente meines Lebens,  um es einmal genauer auszuführen …

Sebastian Kapretz, Architekt, Knesebeckstraße 6,10623 Berlin

buero@kapretz.de

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